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1775
Melchior Adam Weikard, ein deutscher Arzt, lieferte die erste lehrbuchmäßige Beschreibung einer Störung mit den Merkmalen von ADHS.
1798
Alexander Crichton vom Royal College of Physicians (Vereinigtes Königreich) beschrieb eine ähnliche Störung in einem medizinischen Lehrbuch.
1845
Heinrich Hoffmann, der spätere Leiter der ersten psychiatrischen Klinik in Frankfurt/Main, beschrieb Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsdefizite in einem Kinderbuch, in dem ADHS-ähnliche Verhaltensweisen und die damit verbundenen Beeinträchtigungen dokumentiert wurden.
1887 - 1901
Désiré-Magloire Bourneville, Charles Boulanger, Georges Paul-Boncour und Jean Philippe beschrieben ein Äquivalent von ADHS in französischen medizinischen und pädagogischen Schriften.
1902
George Still, ein Arzt im Vereinigten Königreich, äußerte sich erstmals über die Störung in einer wissenschaftlichen Zeitschrift.
1907
Augusto Vidal Perera schrieb das erste spanische Handbuch der Kinderpsychiatrie. Er beschrieb die Auswirkungen von Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität bei Schulkindern.
1917
Der spanische Neurologe und Psychiater Gonzalo Rodriguez-Lafora stellte die Symptome von ADHS bei Kindern dar und nahm an, dass sie wahrscheinlich durch eine genetisch bedingte Hirnstörung verursacht wurden.
1932
Franz Kramer und Hans Pollnow aus Deutschland äußerten sich ausführlich über ein ADHS-ähnliches Syndrom und prägten den Begriff „hyperkinetische Erkrankung", der später von der Weltgesundheitsorganisation als Begriff übernommen wurde.
1937
Charles Bradley aus den USA entdeckte, dass ein Amphetamin-Medikament ADHS-ähnliche Symptome lindert.
1940er
ADHS-ähnliche Symptome wurden bei Kindern als „minimale Hirnfunktionsstörung" beschrieben.
1956 - 1958
Erster Hinweis in einer Längsschnittstudie zur Persistenz von Verhaltensweisen, die mit minimalen Hirnfunktionsstörungen verbunden sind, bis ins Erwachsenenalter.
1960
Die U.S. Food and Drug Administration genehmigte Methylphenidat (Ritalin) für Verhaltensstörungen bei Kindern.
1970 - heute
Diagnostische Kriterien für ADHS entwickelten sich auf der Grundlage von Forschungsergebnissen, die bis heute zeigen, dass die Diagnose das Ansprechen auf die Behandlung, den klinischen Verlauf und die Familiengeschichte der Störung vorhersagt.